Leere und Fülle

Ausbildungswochenende – ein von Margarete geführter Kurztrip durchs Alexander-Universum. „Die Hand ist der Kosmos, in der der ganze Körper liegt“, sagt sie. Zwei Tage, vom 29. bis 30. September erkunden wir taktil, verbal und mental Grundlegendes, das wir brauchen, um diese unendlichen Weiten irgendwann mal allein navigieren zu können.

Unsere wichtigsten Themen: Durchlässigkeit der Arme von den Fingerspitzen bis zu Schlüsselbein, Rücken und weiter zum Becken, Falling In und Falling Out und immer wieder Hände.

„Es ist essentiell, dass die Hände vom Wollen ganz leer werden und vom Sein ganz voll. Weil sie leer werden vom Wollen, kommt die Fülle vom Sein. Es gibt keine guten Hände, wie in der AT-Welt öfters gesagt wird. Die Hände sind die Persönlichkeit“, sagt Margarete.

Wir versuchen die gleiche Qualität der Berührung zu erreichen, mit der Babys einen Erwachsenen-Finger umfassen und so tatsächlich die ganze Person in der Hand zu halten und gleichzeitig mit uns selbst in Verbindung zu kommen.

„Das Leer-Werden  geht besonders gut von der Körpermitte aus, vom Becken. Der Beckenboden, das ist der Meeresboden auf dem eine Perle liegt. Du kannst das Wollen löschen, in dem du dich mit dem Meeresboden verbindest.“

So beschreibt es Margarete. Der Beckenboden hat für eine ähnlich zentrale Bedeutung für die Koordination des Körpers, wie die sogenannte Primärkontrolle, also Kopf, Hals und Rumpf.

„Wenn der Beckenboden  in Ordnung ist, ist meist auch der Rest in Ordnung. Wenn das Becken wirklich beweglich ist, das ist das Rauschen des Meeres.“

Falling In und Falling out

Was passiert, wenn wir unsere Händen auf jemand anderes legen? Robyn nannte das mal Falling In und Falling Out, aber jeder findet dafür seine eigenen Worte (siehe Fotos).

Blau wie es sich für Berührende anfühlt, Rot für Berührte

Falling In: Das Hineinsinken, sich dem Grund des anderen anvertrauen mit Hilfe „unserer Verbündeten, der Schwerkraft“ (Margarete), das sich für den Berührten vielleicht anfühlt wie ein zum eigenen Boden finden.

Und dann darauf folgend das Falling Out, das : Sich wieder lösen, aber dennoch „aus dem gemeinsamen Boden schöpfen“, das „Eins-Sein“ spüren, obwohl man sich voneinander wegbewegt. Für den Berührten mag sich das Anfühlen wie ein Ausdehnen des Körpers in drei Dimensionen, als würde man zu „einem unbegrenzten Wesen werden“.

„Du kannst das Falling out nicht vorwegnehmen, nur empfangen und zulassen und dazu braucht es eine gewisse Durchlässigkeit. Das Lösende und Lassende lässt sich nicht steuern, du kannst es nur Durchsickern lassen“, sagt Margarete

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