Das April-Ausbildungswochenende

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Das Ausbildungswochenende vom 20. bis 21. April 2013 mit Britta und Astrid – das waren zwei Tage zwischen Achtsamkeit, Anatomie, Alexander, Kunst und Technik. Inhaltlich und formal ein Echo des Oster-Events mit Robyn, aber mit ganz eigenem Britta-Touch…

“Die Kunst ohne die Technik ist nicht stimmig, die Technik ohne die Kunst entfaltet niemals diesen Zauber.”

So sagte es Robyn während des Oster-Events. Und so beschäftigten wir uns beim April-Wochenende sehr viel mit Techniken und praktischen Grundlagen, hatten dabei aber immer im Blick, was die Kunst der Alexander-Arbeit ausmacht. Astrid Lobreyer, die Britta unterstützte, beglückte viele von uns mit Einzelstunden und coachte einige Fortgeschrittene, die eine Einführungsstunde für Anfänger unterrichteten. Britta griff einige zentrale Inhalte der Osterwoche wieder auf und vertiefte andere. Formal auf ihre Art ebenso spielerisch, unterhaltsam und improvisationsfreudig wie Robyn.

An Techniken und praktischen Grundlagen nahmen wir Latissimus, Psoas, das Becken, die Wirbelsäule und ihr Zusammenspiel genauer unter die Lupe – anatomisch und in verschiedenen Übungen.

Latissimus – der große Rückenmuskel – der am Beckenkamm und am Kreuzbein anbindet und bis zum Oberarmknochen führt und dabei auf der ganzen Länge der Wirbelsäule unterhalb des Schulterblatts ansetzt. Er ist der Muskel, der unsere Arme zu Flügeln macht und ihnen die Kraft des Rückens zur Verfügung stellt.

Aus dem Albinus: Gut zu sehen, der Psoas-Muskel, der am Oberschenkelknochen ansetzt und über das Becken zur Wirbelsäule läuft

Aus dem Albinus: Der Psoas-Muskel, der am Oberschenkelknochen, im Becken und an den Fortsätzen der Lendenwirbelsäule ansetzt.

Illiacus und Psoas – der Hüftbeuger: Ein  elementarer Muskel, der Beine mit Rumpf und Wirbelsäule verbindet und für Beugung und Außenrotation der Beine, Seitneigung und Vorbeugung der Wirbelsäule verantworlich. Mehr zur Bedeutung des Psoas und sein Zusammenwirken mit Becken und Wirbelsäule hier.

Wie kann ich mit den Händen den Latissimus, Psoas ansprechen. Wie kann die Lendenwirbelsäule lösen, wenn der Psoas löst. Wie lässt sich durch das Ansprechen des Psoas, Aufrichtung auslösen. Wie ändert sich die Stellung des Beckens. Wo sind die Wendepunkte der Wirbelsäule. Wie funktioniert die dynamische Beziehung zwischen Kopf und Wirbelsäule.

„Die Details, Techniken den Körper etwas machen zu lassen – etwa den Psoas-Muskel zu finden und ihn nach oben schicken, – das ist nicht die Alexander-Arbeit, so wie das Garn nicht die Jacke ist. Es kommt darauf an, was man mit diesen Techniken und Fertigkeiten anfängt, wie sie verwoben werden… Letztlich gibt es kein festes Repertoire nur ein tiefes Verständnis der Prinzipien.“

Robyn Avalon

In diesem Sinne rahmten praktische Übungen zu den Prinzipien – oft unter blauem Frühlingshimmel – das Studium von Anatomie und Techniken ein: Übungen zum Herauszoomen (Erweitern der Wahrnehmung/ unified field of attention), in Beziehung zu einem Ganzen arbeiten, die Mittel wodurch vs. Zielfixiertheit.

In Brittas Worten:

„Ich berühre vor der Berührung. Wahrnehmung ist die Basis der Arbeit. Es ist der Ausgangspunkt noch das letzte kleine bisschen Tun zu lassen. In dem Moment, in dem ich die Wahrnehmung erweitere und nicht zielorientiert an eine Stelle gehe (z.B. die Schulter), begegne ich dem Menschen. Deshalb sind Fragen auch so gut. Ich präsentiere keine Lösungen, sondern stelle Fragen. Damit helfe ich demjenigen wach zu werden und selbst zu einer Lösung zu kommen.“

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