„Ein Sommertagetraum“

IMG_1801Aussteigen aus dem Alltag, Eintauchen in einen gemächlich mäandernden Fluss von Sinneserfahrungen: Beim Sommerevent verbanden sich Farben, Gerüche Geräusche des Sommers mit der Fülle körperlicher und geistigen Erfahrungen. Ein Bad, das alle zu einem vertrauten Gruppengebilde verbindet, die in diesen Fluss steigen: Sommerkurs-Gäste, Ausbildungs-Teilnehmer, Lehrer, Assistenten. Ein kleiner Rückblick und einige Stimmen von Teilnehmern…

Die jährlichen Sommerkurse entfalten einen ganz eigenen Charme, weil sich Körper und Geist ohne die Verpflichtungen des Alltags ganz zwanglos für Neues öffnen können. Es gibt zwar feste Unterrichtszeiten, aber der Unterricht fühlt sich an wie anregende Erholung, die „Freizeit“ wie erholsame Aktivität – mit einer Fülle von Angeboten und Aktivitäten für das Wohlsein wie Yoga, Tai Chi, Joggen, Feldenkrais, Sehtraining oder Improvisations-Tanz.

Inhaltlich dreht sich alles um den „realen“ Körper, nicht den kosmetischen, wie Bruce es ausdrückt. Der kosmetische Körper – dein Äußerliches: deine Kleidung, dein Schmuck, dein Make up, deine durch Training im Fitnessstudio aufgebauten äußeren Muskeln… im Gegensatz zum „realen“ Körper, was im Inneren passiert, frei von jeglichem Selbsturteil und wo Wohlbefinden in uns entsteht.

In den Ausbildungsklassen und im Sommerkurs beschäftigten wir uns deshalb sehr viel mit praktischem Wissen zu Körperstrukturen – einmal von Kopf bis Fuß: Wie sind Rippen, Wirbelsäule, Hals, Kopf, Becken, Bein, Füße, Schultern, Arme, Hände, Finger aufgebaut,  wie spielen sie zusammen, wie möchten sie sich natürlicherweise bewegen. Breiten Raum nahm auch die Arbeit in der Aktivität und in Situationen ein.

Im Rahmen der Lehrer-Ausbildung  kamen dazu Fragen wie: Wie unterrichte ich eine erste Alexander-Stunde, Wie unterrichte ich eine Einführung in die Alexander-Technik für Gruppen sowie Übungen zur Qualität der Berührung – ohne Spannung, frei von Wollen.

Intensiv beschäftigten wir uns mit dem Prinzip der directions (richtunggebende Anweisungen/ Richtungen).  Als Ausgangspunkt diente F.M. Alexanders immer wieder rätselhafter Satz:

 “Lass den Hals frei, um deinen Kopf zu erlauben sich nach oben und vorn zu bewegen, so dass dein Rücken sich längt und weitet – alles zusammen, eins nach dem anderen.”

Die große Kunst besteht darin zu einem freien Hals und einem weiten und langen Rücken zu kommen. Denn das „Lass“ besagt, dass es um einen Prozess ohne Aufwand und Anstrengung geht. Also weder durch Wille noch Muskelkraft – das wäre nur ein Halten und Fixieren.

„Richtung zu denken ist nicht präzise, es ist ein Vorstellen von Bewegung.“

Bruce führte uns in sein neues, intuitives Modell ein, mit Richtungen im eigenen Körper zu arbeiten und sie anderen durch Berührung zu vermitteln – mit Hilfe vorgestellter Sphären. Sein Ansatz beruht darauf, dass sich der Körper vereinfacht gesagt als Abfolge von Sphären (runden, kugelartigen Formen) und Hälsen vorstellen lässt und ist eher ein Vorstellen von Bewegung als ein Richtung „denken“.

Und was sagen Teilnehmer des Sommerkurses:

„Unser Eindruck dieser wunderbaren Tage in der Alten Mühle ist sehr nachhaltig. Immer, wenn wir davon erzählen, wird die Freude, Erleichterung, das befreite Köpergefühl und eine veränderte Körperhaltung, Wachstum innerhalb der „Sphäre“ (so phantastisch besungen und dargestellt) und  innerer Freiheit, ein verändertes Selbstbewusstsein, eine wachsende Wertfreiheit für das Gegenüber und gegenüber Situationen, Unabhängigkeit und …  freudevoll und dankbar bewusst. Das ist sehr real, denn die Leute, die uns zuhören, sagen, dass diese Stimmung überspringt.
Sehr beeindruckt haben uns die enormen Veränderungen bei Personen in den sehr unterschiedlichen Aktivitäten in kürzester Zeit.“
Gisela und Bernd

“Mich hat dieser Workshop sehr berührt und ich finde, dass die Alexander Arbeit nicht nur eine Technik ist, die man lernen kann und zur Entspannung führt. Ich habe den Eindruck, dass durch diese Arbeit der ganze Mensch verändert werden kann in seiner Lebenseinstellung. Ich habe noch nie einen so tiefen Frieden empfunden wie nach diesen Tagen.”
Dorit
„Wir vermissen euch und die wunderbaren Hände! Es war wirklich ein Sommertagetraum, den wir alle noch spüren.“
Iris, Joachim und Samuel

„Ich erwartete eine Art Gratis-Behandlung und dass es irgendwie helfen würde.
Ich erwartete nicht diese Fülle an Wissen über die Knochenstruktur des Menschen. Und das hilft natürlich dabei wie du dir die Haltung deines Körpers vorstellst.
Ich erwartete, dass jemand  etwas an mir, mit mir macht. Stattdessen war es ein Besprechen der Situation und dann ein gemeinsames Suchen nach einer Lösung.
Die Möglichkeit an konkreten Situationen zu arbeiten, an individuellen Problemen des Körpers und des Denkens, war eine wunderbare Erfahrung.“
Inken

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