55 Steck den Zeh in den Mund

55-baby-photo1Babys behindern sich nicht.
Babys beurteilen, berichtigen oder bewerten sich nicht.
Sie können keinen Fehler machen.
Weil sie nicht wissen, was es bedeutet einen Fehler zu machen.
Babys können nicht scheitern, weil sie nicht wissen, was Scheitern heißt.
Babys sind bewegt um sich zu bewegen.
Sie wissen nicht warum.
Was bedeutet Warum für sie?
Passage 55 aus „Wo dieser Weg beginnt“

Babys wollen, was sie wollen. Sie sind zufrieden, wenn sie es bekommen.
Was sie nicht wollen, akzeptieren sie nicht. Sie sind ehrlich.
Babys sind unbefangen, ungeniert und ungekünstelt.
Wir lieben sie, weil wir so sein wollen wie sie.

Babys sitzen auf dem Boden, mühelos aufrecht.
Begeistert die Welt aus einer neuen Perspektive zu sehen.
Babys essen nicht weiter, wenn sie keinen Hunger mehr haben.
Was sie nicht mögen, speien sie sofort wieder aus.

Ein Baby kann stundenlang schreien ohne seine Stimme zu überanstrengen.
Babys drücken starke Gefühle aus.
Und wenn die Ursache dafür wegfällt, hören sie auf und vergessen das Ganze.
Babys können nicht nachtragend sein.
Sie wissen nicht, was es bedeutet, jemandem etwas nachzutragen.

Babys können alle ihre Zehen spreizen, sogar die kleinen.
Babys können den Fuß in den Mund stecken.
Und es ist ihnen egal, was andere davon halten.

Babys fallen wieder und wieder, kümmern sich nicht weiter drum, tun sich nicht weh.
Und sie nehmen es nicht persönlich.
Sie stehen einfach auf.
Wir lieben sie, weil wir so wie sie sein wollen.

Als Babys
haben wir uns nicht als männlich oder weiblich eingeordnet, nicht mal als menschlich.
Wir hatten keine Identität.
Wir waren unkoordiniert, unartikuliert, unwissend,
Ungebildet, ungeschickt und unsozial.
Komplett selbstsüchtig erscheinend, hatten wir gar kein Selbst.

Als wir aufhörten Babys zu sein, wurden wir mehr und mehr unserer Selbst bewusst. Koordiniert, artikuliert, gebildet,
Sozialisiert und zivilisiert. Wir erwarben beeindruckende Fähigkeiten.
Wir nahmen eine Identität an, eine falsche Identität.
Wir verloren zu einem großen Teil die angeborenen Qualitäten, die wir als Babys hatten.

Wir sehnen uns danach,
nicht mehr unserer selbst bewusst, unzweideutig, unkompliziert zu werden.
Wir wünschen uns, zu verlernen, nicht zu wissen, Kontrolle abzugeben.
Wir wollen nicht länger Selbstwert mit Fähigkeit und Erreichtem gleichsetzen.
Wir wollen uns nicht davon leiten lassen, was andere von uns denken.
Wir wollen wir selbst sein, ohne Rechtfertigung.

Wir wollen unsere Unschuld erleben, durch unsere Reife.
Zum Ursprung zurück, den Kreis schließen.
Wir wollen wieder spielen können.

Wir wollen noch einmal die Welt
durch die glänzenden Augen eines Kindes sehen.

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